12.9.2009

"Flaschmob" gegen Hungerlöhne

Mit einem „Flashmob“ machten die Gewerkschaften Verdi und NGG am 12.9.2009 gegen Hungerlöhne mobil. Innerhalb weniger Minuten versammelten sich über 150 Menschen an der Ludgeristraße und bildeten eine riesige Schlange vor dem „Wahllokal“ der Gewerkschaft.

 
Die Aktion in Münsters Innenstadt war Teil eines bundesweiten Mindestlohn-Aktionstages. Mit verschiedenen Aktionen in der Fußgängerzone und an belebten Straßenkreuzungen machten sie damit auf die unhaltbaren Zustände der sich ausweitenden prekären Arbeitsverhältnisse aufmerksam und im Rahmen der anstehenden Bundestagswahl für einen gesetzlichen Mindestlohn werben.
Immer mehr Menschen können - obwohl sie arbeiten gehen - nicht von ihrem Lohn oder Einkommen leben und brauchen Unterstützung vom Staat. Betroffen im Münsterland sind knapp 17.000 Menschen, die als sogenannte Aufstocker Geld im Rahmen des SGB II bekommen. Für Bernd Bajohr, Geschäftsführer des ver.di Bezirks Münsterland sowie Mo-hamed Boudih, Geschäftsführer der NGG in Münster sind „Niedriglöhne von 5,50 Euro oder weniger“ Schuld daran, dass Aufstocker von dem, was sie mit ihrer Arbeit verdienen, nicht leben können. Es sei „ein unhaltbarer Zustand, wenn Menschen trotz Vollzeitarbeit auf Geld aus dem Hartz-IV-Topf angewiesen sind“. Am jetzigen Samstag wird auch ein symbolisches „Mindeslohn-Wahllokal“ am Gewerkschftsstand in der Ludgeristrasse zur Verfügung stehen, in dem Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme zu dem Thema abgeben können.

 

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