Was lange währt, wird endlich gut. Über ein Jahr haben sich die Verhandlungsparteien mit dem Abschluss eines Manteltarifvertrages für die gewerblichen Arbeitnehmer von Coppenrath & Wiese in Mettingen Zeit gelassen. Am 29. Juni 2009 unterzeichneten der NGG-Landesbezirksvorsitzende Thomas Gauger und die Geschäftsführer von Coppenrath & Wiese, Andreas Pache und Andreas Wallmeier, das Vertragswerk. Eine NGG-Mitgliederversammlung, an der zwei Tage zuvor über 100 Gewerkschaftsmitglieder teilnahmen, hatte das Verhandlungsergebnis einhellig gebilligt.
Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Der erste Manteltarifvertrag in der Geschichte des Familienunternehmens enthält zum Teil überdurchschnittliche Regelungen. So sucht zum Beispiel die nunmehr tariflich geregelte Lohnfortzahlung Urlaub oder das Weihnachtsgeld ihresgleichen.
Viele Leistungen, die jetzt tariflich festgeschrieben wurden, hatte das Unternehmen in der Vergangenheit ohnehin gewährt. „Uns war es von Anfang wichtig, dass diese Leistungen tariflich abgesichert werden. Denn nur ein mit der Gewerkschaft abgeschlossener Tarifvertrag kann für die Zukunft eine solche Rechtssicherheit bieten“, sagt Karl-Heinz Hukriede, Betriebsratsvorsitzender und Mitglied der Tarifkommission. „Nach dem wir im vergangenen Jahr mit dem Abschluss des ersten Lohntarifvertrages einen Meilenstein gesetzt haben, haben wir mit dem ersten Manteltarifvertrag ein Stück Firmengeschichte geschrieben.“
„Sachlichkeit und das Augenmaß haben die Verhandlungen geprägt“, so Mohamed Boudih von der NGG-Region Muensterland. Es habe sich ausgezahlt, dass man sich die nötige Zeit genommen habe: „Nur so konnte man ein Ergebnis erzielen, in dem sich beide Seiten wieder erkennen ohne unnötig Porzellan zu zerschlagen. Dies ist nicht zuletzt der hervorragenden Arbeit der NGG-Tarifkommission zu verdenken. Diesen Kolleginnen und Kollegen gilt unser herzlicher Dank.