Coca-Cola

Über 1.000 demonstrieren in Berlin gegen Standortschließungen

Gemeinsam mit ihren Kollegen aus Kaiserslautern demonstrierten Coca-Cola-Beschäftigte aus Münster am 9. Mai 2009 in Berlin gegen die geplante Schließung ihrer Produktionsstandorte.

 
Über 1.000 Demonstranten versammelten sich unter dem Brandenburger Tor und zogen anschließend zur Deutschlandzentrale des Coca-Cola-Konzerns an der Friedrichstraße. „Coca-Cola muss in Münster und Kaiserslautern bleiben“, skandierten sie immer wieder.
 
Bei der anschließenden Kundgebung sagte Helmut Finkenbrink, Betriebsratsvorsitzender der Produktionsstätte Münster: „Wir fordern den Vorstand der CCE AG auf, für eine gleichmäßige Auslastung der Betriebe zu sorgen und alle Standorte zu erhalten.“ Sein Kollege aus Kaiserslautern, Joachim Reidenbach, rief den Demonstranten zu: „Wir scheißen Abfindungen. Wir wollen unsere Arbeitsplätze!“
 
Johan Botella, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei Coca-Cola, forderte ein Ende des Standortssterbens beim Erfrischungsgetränkehersteller. „Heute stehen wir hier stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen, die bereits ihre Arbeitsplätze verloren haben und die zukünftig von Schließungen betroffen sein werden, so Botella. Nach den Plänen des Konzerns stehen derzeit weitere drei Standorte auf dem Prüfstand: Soest, Bendorf und Osnabrück.
 
Der stellvertretende NGG-Vorsitzende Claus-Harald Güster erinnerte daran, dass einzig der NGG-Tarifvertrag Coca-Cola daran hindere, Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit zu schicken. Aber der Beschäftigungssicherungstarifvertrag laufe Ende 2009 aus. Darum  werde NGG den Konzern stellen und für eine Beschäftigungssicherung über 2009 hinaus sorgen. „Diese Demonstration zeigt, dass die Beschäftigten hinter uns stehen. Sie sind bereit, zu kämpfen und werden es auch tun, wenn es darauf ankommt“, so Güster.
 
Rund 60 Münsteraner waren in Berlin mit dabei. Etwa 40 Beschäftigte hatten sich um 4 Uhr mit dem NGG-Bus auf den Weg in die knapp 500 km entfernte Bundeshauptstadt gemacht. Weitere waren im Zug und mit Autos angereist.
 
Mit dabei waren auch Beschäftigte von Opel Kaiserslautern und des Berliner Edeka-Fleischbetriebs Reichelt, die ebenfalls um ihre Arbeitsplätze kämpfen.

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