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DMK - Deutsches Milchkontor

NGG wehrt sich gegen Arbeitsplatzabbau

Bei der Betriebsversammlung im DMK-Werk in Coesfeld zeigten die Beschäftigten im November ihre Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen, die in anderen Standorten von Schließungen und Arbeitsplatzabbau betroffen sind.

Die NGG wehrt sich gegen die Werksschließungen und Arbeitsplatzabbau in weiteren Produktionsstandorten des Milchverarbeiters Deutsches Milchkontor (DMK). Im Oktober hatte das Unternehmen, das aus der Fusion von Humana und Nordmilch hervorgegangen ist, angekündigt, mehrere Werke schließen zu wollen. Auch das Werk Everswinkel steht auf der Liste. Insgesamt 238 Stellen sollen in den nächsten zwei Jahren konzernweit abgebaut werden, in Everswinkel fürchten jetzt 32 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um ihre Jobs.

 
Zwar soll das Umstrukturierungskonzept erst noch im Aufsichtsrat verabschiedet werden, zugleich kündigte die NGG an, die Arbeitsplätze nicht widerstandslos aufzugeben. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer machen sich große Sorgen um ihre Zukunft. Wir halten das Konzept nicht für alternativlos. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist das Unternehmen nicht zu einem konkreten Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bereit. Die Arbeitnehmervertreter wollen daher bis zur endgültigen Entscheidung das Restrukturierungsprogramm prüfen. So bleibt auch die NGG konsequent: Für 32 Arbeitsplätze in Everswinkel bedeutet es schon jetzt das Aus. Es ist zu befürchten, dass die jetzt vorgelegten Pläne erst der Anfang vom Arbeitsplatzabbau bei DMK sind. Wir wollen daher einen Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen und werden unsere Möglichkeiten dafür nutzen.
 
Die Restrukturierung steht offenbar in einem Zusammenhang mit der Konkurrenz um den Milchauszahlungspreis. Für die Zustimmung zur politischen Fusion zur DMK-Großmolkerei wurde den genossenschaftlich organisierten Bauern das Versprechen eines hohen Milchgeldes gegeben. Die Einlösung des Versprechens dürfen nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit dem Verlust ihrer Arbeitsplätze bezahlen.
 
Erst im Frühjahr 2011 war DMK als Branchenprimus in Deutschland aus der Fusion der Molkereien Nordmilch und Humana hervorgegangen. Mit Marken wie Milram oder Ravensberger gehört DMK zu den Top Ten der Milchindustrie in Europa. Der Konzern hat in Deutschland insgesamt rund 5600 Beschäftigte. Als Folge der Fusion wird nun die Schließung der Werke Magdeburg, Schleswig und Strückhausen geplant. Das Werk im nordrheinwestfälischen Lage wurde bereits im Sommer geschlossen. Um weitere Einsparungseffekte zu erzielen, sollen bis 2014 konzernweit insgesamt 238 Arbeitsplätze wegfallen. In Edewecht, Zeven und Erfurt werden durch Produktverlagerungen insgesamt 82 Arbeitsplätze aufgestockt. Mitte Oktober hatte DMK eine Fusionsabsicht mit der niederländischen Molkerei DOC Kaas bekannt gegeben. Damit wird auch seitens DMK die Bereinigung und Konsolidierung im deutschen Milchmarkt weiter vorangetrieben.

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