Im Ausbildungsreport 2011 belegt das Gastgewerbe wieder nur die letzten Plätze. Darum fordert die NGG deutliche Verbesserungen bei der Ausbildung in Hotels, Restaurants und Gaststätten im Münsterland. Viele Jugendliche werden während ihrer Ausbildung zu wenig betreut. Sie müssen oft Arbeiten erledigen, die nichts mit der Ausbildung oder dem späteren Beruf zu tun haben. Überstunden sind im heimischen Hotel- und Gaststättengewerbe eher die Regel als die Ausnahme – und oft sogar unbezahlt.
Die NGG Münsterland fordert attraktivere Bedingungen und eine bessere Qualität der Ausbildung. Sie reagiert damit auf den aktuellen DGB-Ausbildungsreport. Darin wird die Ausbildung in Restaurants und Hotels am schlechtesten bewertet und landet auf den beiden letzten Plätzen – wie schon im Vorjahr. Damit bestätigt sich exakt das Bild, was wir auch im Münsterland haben. Längst nicht jeder Betrieb, der bei uns heute ausbildet, ist auch tatsächlich ausbildungsreif. Die NGG spricht von einer „Gelben Azubi-Karte“ für die heimische Gastrobranche.
Auch bei den Überstunden von Azubis hat das Hotel- und Gaststättengewerbe die ‚rote Laterne’. Viele Azubis werden einfach als billige Arbeitskräfte ausgenutzt. Dazu kommt ein oft enormer Druck – vom Arbeitgeber und von Gästen. Und ein rauer Umgangston. Die Hotelmanagements, Restaurant- und Gaststättenbesitzer im Münsterland müssen dringend etwas für das Image und den eigenen Nachwuchs zu tun: Die ganze Branche jammert über zu geringe Bewerberzahlen. Die Betriebe haben es aber letztlich selbst in der Hand, beim Fachkräftemangel gegenzusteuern. Sie müssen ihre Schwachstellen in der Ausbildung schleunigst beseitigen.